Soziale Stadt in Göttingen: Oberflächenkonsmetik und Mittelschichtsförderung

 

Noerdliche_InnenstadtDie Göttinger Kulturantrophologin Jana Pasch, hat das Programm Soziale Stadt am Beispiel der geplanten Ausweisung der nördlichen Innenstadt in Ihrem Vortrag im Rahmen der Veranstaltung „Soziale Stadt – Aufwertung, Verdrängung“ am 4.4.2018 grundsätzlich analysiert. Sie hat mir freundlicher Weise ihr Manuskript zur Verfügung gestellt. So kann ich diese wissenschaftliche Analyse hier dokumentieren. Weiterlesen

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Die soziale Mischung und die Verteuerung des Wohnraums

Immer wieder hört man in Diskussionen zur Göttinger Stadtentwicklung, es gehe darum, eine gute soziale Mischung im Quartier sicherzustellen. Sei dies bei den BürgerInnenbeteiligungen in der „Grünen Mitte Ebertal“ oder in der Ratspolitik. Eine gute soziale Mischung gilt als wichtige sozial- und wohnungspolitische Strategie. Für einige Quartiere bedeutet das aber Aufwertung und Verteuerung von Wohnraum. Weiterlesen

Gentrifizierungsdruck der Großstädte nun in Göttingen angekommen?

Die BürgerInnen in Grone Süd kommen nicht zur Ruhe. Nach den Mieterhöhungen zum 1. Oktober 2017 und den anschließenden Diskussionen um die Sanierung und damit bevorstehenden erneuten Mieterhöhungen, sorgen jetzt falsche Nebenkostenabrechnungen der ADLER Real Estate AG für Ärger. Groner MieterInnen riefen deshalb für gestern eine MieterInnenversammlung ein und aufgrund des öffentlichen Drucks erklärte die ADLER die Nebenkostenabrechnung nochmals zu überprüfen. Weiterlesen

Bebauungsplan Grone: Weitere Mietpreissteigerungen 2018 und 2019 vorprogrammiert

Und wieder Grone. Und wieder die ADLER Real Estate AG: In der Groner Ortsratsitzung am Donnerstag wird über die Aufstellung des Bebauungsplans ‚Ortszentrum am Rehbach‘ beraten. Die ADLER Real Estate AG will die bestehenden Gebäude aufstocken, energetische Sanierungen durchführen, Fahrstühle in die Gebäude einbauen, Balkone anbringen und das Umfeld aufwerten. Die Konsequenz: den aktuellen Mieterhöhungen werden weitere folgen. Weiterlesen

Waageplatz-Planungen: Start einer städtisch geförderten Gentrifizierung?

Ich möchte eine städtische Planung kommentieren, die aktuell öffentlich nicht ganz so stark diskutiert wird, dennoch langfristig eine große Wirksamkeit erreichen könnte: Die Pläne zur Umgestaltung der ehem. JVA am Waageplatz. Hier hofft die Stadt auf EU-Fördermittel für ein Hostel, dass unter Beteiligung von Geflüchteten betrieben werden soll. Zusätzlich soll in dem Gebäude Platz für Kulturveranstaltungen und soziale Beratungsangebote geschaffen und dabei die AnwohnerInnen bei den Planungen beteiligt werden. Eigentlich sind all diese formulierten Ziele zu unterstützen. Dennoch, aus stadtgeographischer Perspektive deutet vieles darauf hin, dass dies der Ausgangspunkt eine Aufwertung des Quariters sein könnte, die die Verdrängung der bisherigen BewohnerInnen zu Folge haben könnte. Weiterlesen