KHK: Das Monitoring 2019

2. Bericht zur Umsetzung des Kommunalen Handlungskonzepts
Ein kritischer Kommentar

Am 13.1.2021 hat die Göttinger Stadtverwaltung turnusmäßig (mit leichter Corona-Verspätung) das jährliche Monitoring zur Umsetzung des Kommunalen Handlungskonzepts zur Schaffung und Sicherung von bezahlbarem Wohnraum in Göttingen von 2018 vorgestellt. In den 34 Folien des Monitoring 2019 beschreibt die Stadtverwaltung neben den Kernzielen des KHK und einem Vergleich zu niedersächsischen Grossstädten vor allem Entwicklungen auf dem Göttinger Wohnungsmarkt und die bisherigen Effekte des KHK für die Jahre 2018 und 2019. (Zur Analyse und Kritik des Kommunalen Handlungskonzeptes hier)

Ziele und Resultate des KHK 2019/2020

In seinem Beitrag geht der Wirtschaftsgeograph Hans-Dieter von Frieling prüfend auf die einzelen Punkte des Berichtes ein und zieht abschliessend in zwei Punkten eine kritische Bilanz: 1. Das Monitoring soll – so im KHK – dazu dienen, „hiesige Instrumente prozesshaft nach Evaluation anzupassen“. Doch das leistet das Monitoring nicht wirklich, es ist nur eine äußerst oberflächliche Überprüfung der Wirksamkeit von Instrumenten. 2. Dennoch hat der Rat der Stadt, das Kontrollorgan, keine Einwände und teilt damit das Urteil der Verwaltung, man sei auf einem guten Weg. Denn die Stadt stellt nur die Bedingungen dafür her, das „Investoren“ die dringlich fehlenden bezahbaren Wohnunge bauen. Und in der Herstellung dieser Bedingungen sieht sich die Stadtverwaltung erfolgreich und auf einem guten Weg. Zusätzliche bezugsfertige und bezahlbare Wohnungen sind allerdings so gut wie keine geschaffen worden.

Den Beitrag kann man hier herunterladen.

Glossar „Instrumente einer sozialen Wohnungspolitik“ erschienen

Michael Mießner

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen hat das Glossar „Instrumente einer sozialen Wohnungspolitik“ veröffentlicht. Robin Marlow und ich stellen in dem Glossar wohnungspolitische Instrumente vor, die von Kommunen angewandt werden können, um die Wohnungsfrage zu lösen.

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Neue Ergebnisse zu den Wohnungsmieten in Göttingen

Michael Mießner

Der lange Zeit in der Göttinger Stadtpolitik aktive Peter Pütz hat zwischen Juli 2019 und April 2020 die Wohnungsinserate der Immobilienportale http://www.immowelt.de und http://www.immbilienscout24.de zusammengetragen und jetzt ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen , dass sich der Angebotsmietpreis weiter auf einemhohen Niveau von über 10€/m² bewegt.

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„Hotspots“ Iduna-Zentrum und Groner Landstraße 9 – Über soziale Brennpunkte, unverantwortliche Wohnungseigentümer und sozialstaatliche Wohnungspolitik

Ein Beitrag von Hans-Dieter von Frieling

Der massenhafte Ausbruch von Corona-Infektionen und der Umgang der Stadt mit deren Bewohner*innen hat Göttingen bundesweite Aufmerksamkeit beschert. Wie konnte es zu diesen „Hotspots“ kommen? Für viele ist die Antwort einfach und eindeutig: Es sind „Soziale Brennpunkte“. Dort würden sich Armut, Kriminalität, Drogensucht, Menschen mit Migrationshintergrund, mangelnde Integrationsbereitschaft konzentrieren. Daher sei es auch nicht verwunderlich, dass der Virus dort, wo „Menschen am Rande der Gesellschaft stehen“ (SPD 2020), günstige Ausbreitungsbedingungen vorfinde. Eine Analyse der Pressemitteilungen von SPD und GRÜNEN[i].

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„Wohnraum Atlas Göttingen“ erschienen

Atlas_TitelHans- Dieter von Frieling, Michael Mießner und Robin Marlow haben einen neuen „Wohnraum Atlas Göttingen . Wohnungsversorung und Wohnungspolitik in Göttingen. – Fakten – Analysen – Perspektiven“ veröffentlicht.

Der Atlas bereitet die Entwicklungen auf dem Göttinger Wohnungsmarkt, Praktiken von Immobilienunternehmen, Miet- und Bodenpreisentwicklungen, die kommunale Wohnungspolitik und die mit diesen Entwicklungen verbundenen sozialräumlichen Prozesse auf. Weiterlesen

Aufsatz „Immobilieninvestitionen und Verdrängung in Universitätsstädten. Das Beispiel Göttingen“ erschienen

FW-19-2_U1.cdrIm Forum Wissenschaft, der Vierteljahreszeitschrift des Bundes demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, ist ein Beitrag von Robin Marlow und mir mit dem Titel „Immobilieninvestitionen und Verdrängung in Universitätsstädten. Das Beispiel Göttingen“ im Themenheft „Verkaufte Stadt: Kritik und Alternativen der Stadtentwicklung“ (2/2019) erschienen. Weiterlesen

Coreo AG: Finanzmarktgetriebene Verdrängung in Göttingen

Gastbeitrag von Robin Marlow

Im April 2018 erwarb die in Frankfurt am Main ansässige börsennotierte Coreo AG ein Portfolio aus 432 Mikroappartements in Göttingen und Umgebung. Dieser Kauf ist nicht nur ein weiteres Indiz, dass der Göttinger Wohnungsmarkt zunehmend finanzmarktgetrieben wird, sondern auch eine Gefahr für viele Menschen, die bisher noch günstig in der Stadt wohnen.

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