Dokumentation des Vortrages „Mietpreissteigerungen und Wohnungsnot jenseits der Agglomerationsräume“ erschienen

Kürzlich ist der Reader zur Tagung „Die Rückkehr der Wohnungsfrage. Ansätze und Herausforderungen lokaler Politik“ die am 19. und 20. Juni in Darmstadt stattfand erschienen. Auch mein Vortrag, den ich unter dem Titel „Mietpreissteigerungen und Wohnungsnot jenseits der Agglomerationsräume. Die finanzmarktgetriebene Überformung des deutschen Städte-Hierarchie-Systems“ gehalten habe, ist dort dokumentiert. Darin zeige ich am Beiespiel der Städte Göttingen und Neuruppin (Brandenburg) auf, dass die neue Wohnungsnot nicht nur ein Phänomen der Agglomerationsräume ist. Weiterlesen

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Möbelhausansiedlung: Wie sich die Stadt zur Handlangerin von Investoren macht

In einer Woche stimmt der Rat der Stadt Göttingen über über die geplante Ansiedlung eines Möbelhauses nahe des Kauf-Parkes ab. Diskutiert wird dabei schon seit einiger Zeit die Größe der Verkaufsfläche und vor allem die Größe der Verkaufsfläche zentrenrelevanter Sortimente. Diese Fragen sind deshalb so heiß diskutiert, weil darüber die zu erwartende Umverteilung der Kaufkraft in der gesamten Region ermittelt werden kann. Gestern ist im Bauausschuss eine erste Entscheidung getroffen worden, wie die HNA und das GT berichten. Weiterlesen

Mietpreisbremse bremst nicht

In der letzten Woche wurde eine Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion zur Mietpreisbremse veröffentlicht. Der Stadtforscher Andrej Holm hat schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen, dass die Mietpreisbremse die falsche Bremse ist, weil sie keine Wirkung entfalten wird. Auch in Niedersachsen wurde die Mietpreisbremse im letzten Jahr eingeführt. Nun bestätigen Daten des BBSR, dass die Mietpreisbremse die Mietpreissteigerungen nicht aufhalten konnte. Weiterlesen

Waageplatz-Planungen: Start einer städtisch geförderten Gentrifizierung?

Ich möchte eine städtische Planung kommentieren, die aktuell öffentlich nicht ganz so stark diskutiert wird, dennoch langfristig eine große Wirksamkeit erreichen könnte: Die Pläne zur Umgestaltung der ehem. JVA am Waageplatz. Hier hofft die Stadt auf EU-Fördermittel für ein Hostel, dass unter Beteiligung von Geflüchteten betrieben werden soll. Zusätzlich soll in dem Gebäude Platz für Kulturveranstaltungen und soziale Beratungsangebote geschaffen und dabei die AnwohnerInnen bei den Planungen beteiligt werden. Eigentlich sind all diese formulierten Ziele zu unterstützen. Dennoch, aus stadtgeographischer Perspektive deutet vieles darauf hin, dass dies der Ausgangspunkt eine Aufwertung des Quariters sein könnte, die die Verdrängung der bisherigen BewohnerInnen zu Folge haben könnte.

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Eskalation des Konflikts zwischen Studentenwerk und Studierenden

Die Wohnrauminitiative berichtet, dass das Studentenwerk den BewohnerInnen der Humboldtallee 9 eine Räumungsklage für den 18. April angekündigt wurde. Zum Hintergrund: Das Studentenwerk erhöht bei Neuvermietungen die Mieten in allen studentischen Wohnheimen. In der Humboldtallee 9 gibt es WG-Mietverträge, die an eine/n Hauptmieter/in gebunden sind. Diese/r darf für maximal 8 Semester in einem Studierendenwohnheim wohnen. Danach ist der Mietvertrag automatisch beendet und ein/e neue/e Hauptmieter/in müsste den Mietvertrag unterzeichnen. Die BewohnerInnen der Humboldallee 9 waren nicht bereit und erklären finanziell auch nicht in der Lage zu sein, die erhöhten Mieten aufzubringen. Nun eskaliert der Streit. Weiterlesen

Deutschlandfunk über studentische Wohnungsnot in Göttingen

Gestern hat das „Campus & Karriere“-Magazin von Deutschlandfunk einen guten Betrag über die studentische Wohnungsnot sowie die jüngsten Auseinandersetzungen zwischen dem Studentenwerk und seinen MiterInnen gesendet. Dabei wurde im Bericht auch deutlich, welche sozialräumlichen Konsequenzen die Konzentration der VermieterInnen auf Studierende als vergleichsweise zahlungskräftige Klientel hat. Der Beitrag kann hier nachgehört werden.