Coreo AG: Finanzmarktgetriebene Verdrängung in Göttingen

Gastbeitrag von Robin Marlow

Im April 2018 erwarb die in Frankfurt am Main ansässige börsennotierte Coreo AG ein Portfolio aus 432 Mikroappartements in Göttingen und Umgebung. Dieser Kauf ist nicht nur ein weiteres Indiz, dass der Göttinger Wohnungsmarkt zunehmend finanzmarktgetrieben wird, sondern auch eine Gefahr für viele Menschen, die bisher noch günstig in der Stadt wohnen.

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Marktgesteuerte Stadtentwicklung und ihre politische Durchsetzung: Zum (Teil-)Verkauf des IWF-Geländes an Wertgrund

Blick in den in den Hinterhof: Entwurf für das neue Wohnquartier.Der Aufschrei in der Göttinger Stadtpolitik ist groß, nachdem bekannt wurde, dass die EBR-Projektentwicklung GmbH rund 2/3 ihres Geländes am Nonnenstieg an die Wertgrund Immobilien AG gewinnbringend verkauft hat. Die Aufregung verwundert doch sehr, waren doch die ParteivertreterInnen, die jetzt verstimmt sind, an der Wertsteigerung beteiligt. Welche Rolle die Stadtpolitik bei der Generierung der EBR-Profite gespielt hat und warum man sich nicht über soche Entwicklungen zu wundern braucht, wenn man die Stadtentwicklung den Marktkräften überlässt. Weiterlesen

B-Plan-Änderung Grone würde soziale Härtefallklagen ausschließen

B-Plan_Grone_SüdDer Göttinger Fachanwalt für Sozial- und Mietrecht, Nils Spörkel, hat sich angesichts der in den Beständen von Adler Real Estate für mehr als 1000 Wohnungen angekündigten Modernisierungsmaßnahmen und die für die Aufstockungen der Gebäude notwendige Änderung des Bebauungsplanes geäußert. Spörkel argumentiert, dass die Änderung des Bebauungsplanes erst dafür sorge, dass  die so mögliche Aufstockung auf 5 Stockwerke Fahrstühle verpflichtend eingebaut werden müssen. Dies habe zur Folge, dass keine sozialen Härtefalleinwände bzw. -klagen gegen Mieterhöhungen, die durch den Fahrstuhleinbau durchgesetzt werden können, erhoben werden können.

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Städtebaulicher Vertrag für Grone: mehr Schein als Sein

B-Plan_Grone_SüdIn der letzten Woche wurde im Ortsrat Grone der Städtebauliche Vertrag zwischen der Stadt Göttingen und der Westgrund Niedersachsen Süd GmbH, die rund 1.000 Wohnungen in Grone besitzt verhandelt, um so bezahlbaren Wohnraum und soziale Infrastruktur im Stadtteil sicherzustellen. Bei genauer Lektüre des Vertrags zeigt sich jedoch, dass dieser wenig für bezahlbaren Wohnraum in Göttingen und insbesondere in Grone beiträgt. Die Stadt knickt vor einem großen Investor ein. Weiterlesen

Bauen, bauen, bauen ist nicht die Lösung

NikobergIn der gestrigen Bauausschusssitzung wurde der Weg für eine Nachverdichtung am Nikolausberger Weg in den Beständen der Göttinger Wohnungsgenossenschaft geebnet. Der Protest der BürgerInnen verhallte dabei laut Bericht des GT. Interessant ist, dass mit dem Schlagwort Wohnungsknappheit jegliche Verdichtung von Beständen legitimiert wird. Sei es im Satoriusquartier, sei es auf dem Gothaer-Gelände oder in Grone Süd.

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Finanzierbare Möglichkeiten für das Fridjof-Nansen-Haus

NansenhausHeute soll im Bauausschuss der Verkauf des Fridjof-Nansen-Hauses, um das es in letzter Zeit viele Diskussionen gab, beschlossen werden. Es heißt, dass das Kaufangebot, über das heute verhandelt wird, 1,5 Mio. Euro unter den erhofften 6,2 Mio. liegt. Die Stadt will das Gelände privatisieren, weil eine Sanierung durch die Stadt nach Argumentation der Verwaltung viel zu teuer wäre. Daran kommen jetzt ernsthafte Zweifel auf. Weiterlesen