Wo ein stadtpolitischer Wille ist, wäre auch ein Weg zu bezahlbarem Wohnraum

Hausbesetzung in Göttingen – GT - Göttinger TageblattDie heute von der Polizei geräumte Besetzung des Wohnheims in der Fridjof-Nansen-Straße 1 hat einen der wichtigsten Gründe für die aktuelle Knappheit bezahlbaren Wohnens in Göttingen sehr deutlich zu Tage gebracht. Wäre wiklich ein Wille zur Schaffung und Sicherung bezahlbaren und zentrums-nahen Wohnens für Geflüchtete in der Stadtpolitik vorhanden, gäbe es (wenn vielleicht auch kleine) Möglichkeiten diese in Göttingen umzusetzen. Weiterlesen

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Die soziale Mischung und die Verteuerung des Wohnraums

Immer wieder hört man in Diskussionen zur Göttinger Stadtentwicklung, es gehe darum, eine gute soziale Mischung im Quartier sicherzustellen. Sei dies bei den BürgerInnenbeteiligungen in der „Grünen Mitte Ebertal“ oder in der Ratspolitik. Eine gute soziale Mischung gilt als wichtige sozial- und wohnungspolitische Strategie. Für einige Quartiere bedeutet das aber Aufwertung und Verteuerung von Wohnraum. Weiterlesen

Kommunales Handlungskonzept für bezahlbaren Wohnraum kann nur ein erster Schritt sein

In der gemeinsamen Sitzung des Bau- und Sozialausschusses am 8.3. wurde das „Kommunale Handlungskonzept zur Schaffung und Sicherung von bezahlbarem Wohnraum in Göttingen“ gegen die Stimmen der CDU beschlossen. Das Göttinger Tageblatt berichtet gar von einer „fast euphorischen Zustimmung der anderen Parteien“. Betrachtet man den Beschluss und das Handlungskonzept etwas genauer, kann es in der Tat nur ein erster Schritt sein. Denn es krankt an sehr ähnlichen Punkten wie der Sozialwohnungsbau. Eine langfristige Lösung des Wohnungsmangels in den günstigen Preissegmenten ist es jedenfalls nicht. Weiterlesen

Dokumentation des Vortrages „Mietpreissteigerungen und Wohnungsnot jenseits der Agglomerationsräume“ erschienen

Kürzlich ist der Reader zur Tagung „Die Rückkehr der Wohnungsfrage. Ansätze und Herausforderungen lokaler Politik“ die am 19. und 20. Juni in Darmstadt stattfand erschienen. Auch mein Vortrag, den ich unter dem Titel „Mietpreissteigerungen und Wohnungsnot jenseits der Agglomerationsräume. Die finanzmarktgetriebene Überformung des deutschen Städte-Hierarchie-Systems“ gehalten habe, ist dort dokumentiert. Darin zeige ich am Beiespiel der Städte Göttingen und Neuruppin (Brandenburg) auf, dass die neue Wohnungsnot nicht nur ein Phänomen der Agglomerationsräume ist. Weiterlesen

Mietpreisbremse bremst nicht

In der letzten Woche wurde eine Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion zur Mietpreisbremse veröffentlicht. Der Stadtforscher Andrej Holm hat schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen, dass die Mietpreisbremse die falsche Bremse ist, weil sie keine Wirkung entfalten wird. Auch in Niedersachsen wurde die Mietpreisbremse im letzten Jahr eingeführt. Nun bestätigen Daten des BBSR, dass die Mietpreisbremse die Mietpreissteigerungen nicht aufhalten konnte. Weiterlesen