Gothaer-Haus: Das Problem der schmalen Straße ist ein Problem der Rendite

Am vergangenen Freitag wurde im Bauausschuss über die Planungen zum geplanten Neubau des Gothaer-Hauses in der Weender Straße diskutiert. Die Stadtverwaltung schlägt vor, die Weender Straße um ca. 1,8 m zu verkleinern. Das ist für viele der Göttinger StadtpolitikerInnen nicht hinnehmbar. Sie argumentieren, dass damit der Verkehr unnötig behindert und die Gefahr für FußgängerInnen und RadfahrerInnen unnötig erhöht werde. Die Stadtverwaltung argumentiert, es sei für den Investor wichtig, weil dieser die Westfassade ungern weiter nach hinten einrücken wolle. Doch was steckt dahinter? Weiterlesen

Weitere Mietpreissteigerungen vorprogrammiert

Gestern stellte der Rat der Immobilienweisen sein neues Frühjahrsgutachten 2017 vor. Besonders bedenklich stimmt die VerfasserInnen, dass die Immobilienpreise noch immer stärker steigen als die Mietpreise. Gerade die Immobilienwirtschaft beklagt dieses Problem. Ihnen gelingt es trotz emsiger Bemühungen anscheinend nicht die höheren Kosten auf ihre MieterInnen abzuwälzen. Das drückt die Rendite. Weiterlesen

Hotelneubau in der Leineaue?

Seit wenigen Wochen tobt ein Streit um den Bau eines neuen Hotels in der Leineaue. Dabei geht es einerseits um die Frage, ob in der Leineaue überhaupt gebaut werden sollte und wenn ja, was. Die Linkspartei und Piraten haben vorgeschlagen das Gelände, wenn, dann eher für den Sozialwohnungsbau zu nutzen. Andere Hotelbetreiber wehren sich gegen das Projekt, weil sie Angst vor Umsatzeinbußen haben.

Der Verein Stadt und Planung hat eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der er insbesondere Fragen des Naturschutzes thematisiert. Diese Pressemeldung dokumentiere ich hier: Weiterlesen

Mietpreissteigerungen jetzt auch in Studentenwerkswohnungen

Am Montag wurde von SympathisantInnen der Wohnrauminitiative für kurze Zeit das Foyer der Zentralmensa besetzt, um auf die anstehenden Mietpreissteigerungen in den Wohnungen des Göttinger Studentenwerks aufmerksam zu machen, die zur Finanzierung von Sanierungsmaßnahmen gedacht sind  (HNA, GT und Goest berichteten). Die Studierenden kritisieren die von ihnen als drastisch wahrgenommenen Mieterhöhungen, die sie und ihre KommilitonInnen dazu zwängen, verstärkt neben dem Studium zu arbeiten. Außerdem fordern sie für einige Wohnheime Kollektiv- statt Einzelmietverträge. Natürlich hat jede Mieterhöhung Folgen für die Lebensqualität der Studierenden, diese müssen die erhöhten Mieten auf die eine oder andere Weise schließlich kompensieren. Gerade in den Beständen des Studentenwerkes wohnen viele Studierende mit einem knappen monatlichen Budget. Deshalb sind die angekündigten Mieterhöhungen besonders schmerzhaft. Damit wird sich das für finanziell wenig bemittelte Studierende vorhandene günstige Wohnungsmarktsegment weiter verknappen. Weiterlesen

Keine Rendite im Sozialen Wohnungsbau?

Immer wieder heißt es, dass im Sozialen Wohnungsbau keine oder nur äußerst geringe Renditen erwirtschaftet werden können und deshalb frei finanzierter Wohnungsbau zu bevorzugen sei (z.B. im GT). Dieses Argument scheint die Göttinger Kommunalpolik so stark zu beeifnlussen,  dass bisher lediglich für einzelne Projekte eine Quote für Sozialwohnungsbau diskutiert wird. Umgesetzt wird die Quote nun erstmalig beim „Projekt Wohnen am Klosterpark“ . Für die Entwicklung des Projektes auf dem ehemaligen Satorius-Geländes wird sie hingegen nicht angestrebt.

Eine Studie des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung machte bereits im Jahr 2012 deutlich, dass je nach Lage des Projektes und der städtischen Struktur im geförderten Wohnungsbau durchaus marktgleiche (oder gar höhere) Renditen erwirtschaftet werden können. Weiterlesen

Zukünftige Nutzung des Sartorius-Geländes: Ein Beispiel für unternehmerische Stadtpolitik?

Das GT und die HNA berichteten letzte Woche über die dritte sog. Bürger-Info-Veranstaltung zur Entwicklung des Sartorius-Geländes ab 2017. Das Gelände wurde kürzlich von Sartorius an die Hamburger Projektentwicklungsgesellschaft „Hamburg Team“ verkauft. Diese will dort 250 bis 400 neue Wohnungen bauen und – so ist zu vermuten – anschließend an (nationale und internationale) Investoren verkaufen. Das Projekt soll schon Anfang der 2020er Jahre vollständig umgesetzt werden. Möglich wird dies durch den Verzicht auf das übliche Bebauungsplanverfahren, im Rahmen dessen die politischen Gremien vergleichsweise großen Einfluss auf das Projekt üben könnten.

Dem Investor „Hamburg Team“ dürfte dieses zügige Verfahren sehr gelegen kommen, wird auf diese Weise das bereits investierte Kapital schnell wieder im Rahmen des Verkaufs der geplanten Objekte rekapitalisiert. Weiterlesen