Nordstadt-Infoveranstaltung: zwischen BürgerInnenwünschen und städtischen Handlungsoptionen

Gestern fand eine Informationsveranstaltung zum Stand der Planungen für den Rahmenplan der Nordstadt statt. Dieser Rahmenplan ist die Voraussetzung für einen Antrag auf Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm des Landes Niedersachsen. Das Planungsbüro ASTOC stellte in der Veranstaltung seine Pläne für die Weiterentwicklung vor. Einen besonderen Fokus legte es auf die Verkehrsinfrastruktur (Fuß- und Radwege, Parken), stellte Vorschläge zur Nachverdichtung an und Ideen für einen sog. Nordstadtpark vor. Ich möchte die gemachten Vorschläge nicht im einzelnen hier diskutieren, sondern vielmehr auf zwei Punkte hinweisen. Weiterlesen

Advertisements

Waageplatzumgestaltung: BürgerInnenbeteiligung versus unternehmerische Stadtpolitik

Heute hat das Bürger*innenforum Waageplatz-Viertel (BWV) eine Presseerklärung veröffentlicht, in der die AnwohnerInnen kritisieren, dass „ihre Wünsche und Bedürfnisse bisher noch keine Rolle in der Entwicklung des Konzepts gespielt haben“. Sie bemängeln weiterhin, dass die Nutzung der ehemaligen JVA als Hotel nicht den Bedürfnissen im Viertel entspricht. Die Innitiative fordert daher eine wirkliche Einbeziehung in den Planungsprozess der Umgestaltung und Nutzung der ehemaligen JVA. Hier wird die Differenz zwischen der Wahrnehmung der Beteiligungsstruktur der AnwohnerInnen einerseits und den Zielsetzungen der Verwaltung andererseits ersichtlich. Weiterlesen

Gothaer-Haus: Das Problem der schmalen Straße ist ein Problem der Rendite

Am vergangenen Freitag wurde im Bauausschuss über die Planungen zum geplanten Neubau des Gothaer-Hauses in der Weender Straße diskutiert. Die Stadtverwaltung schlägt vor, die Weender Straße um ca. 1,8 m zu verkleinern. Das ist für viele der Göttinger StadtpolitikerInnen nicht hinnehmbar. Sie argumentieren, dass damit der Verkehr unnötig behindert und die Gefahr für FußgängerInnen und RadfahrerInnen unnötig erhöht werde. Die Stadtverwaltung argumentiert, es sei für den Investor wichtig, weil dieser die Westfassade ungern weiter nach hinten einrücken wolle. Doch was steckt dahinter? Weiterlesen

Weitere Mietpreissteigerungen vorprogrammiert

Gestern stellte der Rat der Immobilienweisen sein neues Frühjahrsgutachten 2017 vor. Besonders bedenklich stimmt die VerfasserInnen, dass die Immobilienpreise noch immer stärker steigen als die Mietpreise. Gerade die Immobilienwirtschaft beklagt dieses Problem. Ihnen gelingt es trotz emsiger Bemühungen anscheinend nicht die höheren Kosten auf ihre MieterInnen abzuwälzen. Das drückt die Rendite. Weiterlesen

Hotelneubau in der Leineaue?

Seit wenigen Wochen tobt ein Streit um den Bau eines neuen Hotels in der Leineaue. Dabei geht es einerseits um die Frage, ob in der Leineaue überhaupt gebaut werden sollte und wenn ja, was. Die Linkspartei und Piraten haben vorgeschlagen das Gelände, wenn, dann eher für den Sozialwohnungsbau zu nutzen. Andere Hotelbetreiber wehren sich gegen das Projekt, weil sie Angst vor Umsatzeinbußen haben.

Der Verein Stadt und Planung hat eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der er insbesondere Fragen des Naturschutzes thematisiert. Diese Pressemeldung dokumentiere ich hier: Weiterlesen

Mietpreissteigerungen jetzt auch in Studentenwerkswohnungen

Am Montag wurde von SympathisantInnen der Wohnrauminitiative für kurze Zeit das Foyer der Zentralmensa besetzt, um auf die anstehenden Mietpreissteigerungen in den Wohnungen des Göttinger Studentenwerks aufmerksam zu machen, die zur Finanzierung von Sanierungsmaßnahmen gedacht sind  (HNA, GT und Goest berichteten). Die Studierenden kritisieren die von ihnen als drastisch wahrgenommenen Mieterhöhungen, die sie und ihre KommilitonInnen dazu zwängen, verstärkt neben dem Studium zu arbeiten. Außerdem fordern sie für einige Wohnheime Kollektiv- statt Einzelmietverträge. Natürlich hat jede Mieterhöhung Folgen für die Lebensqualität der Studierenden, diese müssen die erhöhten Mieten auf die eine oder andere Weise schließlich kompensieren. Gerade in den Beständen des Studentenwerkes wohnen viele Studierende mit einem knappen monatlichen Budget. Deshalb sind die angekündigten Mieterhöhungen besonders schmerzhaft. Damit wird sich das für finanziell wenig bemittelte Studierende vorhandene günstige Wohnungsmarktsegment weiter verknappen. Weiterlesen