Wo ein stadtpolitischer Wille ist, wäre auch ein Weg zu bezahlbarem Wohnraum

Hausbesetzung in Göttingen – GT - Göttinger TageblattDie heute von der Polizei geräumte Besetzung des Wohnheims in der Fridjof-Nansen-Straße 1 hat einen der wichtigsten Gründe für die aktuelle Knappheit bezahlbaren Wohnens in Göttingen sehr deutlich zu Tage gebracht. Wäre wiklich ein Wille zur Schaffung und Sicherung bezahlbaren und zentrums-nahen Wohnens für Geflüchtete in der Stadtpolitik vorhanden, gäbe es (wenn vielleicht auch kleine) Möglichkeiten diese in Göttingen umzusetzen. Weiterlesen

Advertisements

Soziale Stadt in Göttingen: Oberflächenkonsmetik und Mittelschichtsförderung

 

Noerdliche_InnenstadtDie Göttinger Kulturantrophologin Jana Pasch, hat das Programm Soziale Stadt am Beispiel der geplanten Ausweisung der nördlichen Innenstadt in Ihrem Vortrag im Rahmen der Veranstaltung „Soziale Stadt – Aufwertung, Verdrängung“ am 4.4.2018 grundsätzlich analysiert. Sie hat mir freundlicher Weise ihr Manuskript zur Verfügung gestellt. So kann ich diese wissenschaftliche Analyse hier dokumentieren. Weiterlesen

Zum Umgang der Stadt Göttingen mit Geflüchteten in der Unterkunft Siekhöhe

Kristina Becker, die Vorsitzende des Vereins Refugee Network Göttingen hat einen guten Kommentar zum Umgang der Stadt Göttingen mit Geflüchteten in der Unterkunft Siekhöhe verfasst, den ich in großen Teilen teile und ihn deshalb hier verlinke: Wer weltoffen sein will, kann Menschen nicht in einer Lagerhalle verwahren – ein Kommentar zur Sitzung des Göttinger Stadtrats am 17. November 2017.

Möbelhausansiedlung: Wie sich die Stadt zur Handlangerin von Investoren macht

In einer Woche stimmt der Rat der Stadt Göttingen über über die geplante Ansiedlung eines Möbelhauses nahe des Kauf-Parkes ab. Diskutiert wird dabei schon seit einiger Zeit die Größe der Verkaufsfläche und vor allem die Größe der Verkaufsfläche zentrenrelevanter Sortimente. Diese Fragen sind deshalb so heiß diskutiert, weil darüber die zu erwartende Umverteilung der Kaufkraft in der gesamten Region ermittelt werden kann. Gestern ist im Bauausschuss eine erste Entscheidung getroffen worden, wie die HNA und das GT berichten. Weiterlesen

Waageplatz-Planungen: Start einer städtisch geförderten Gentrifizierung?

Ich möchte eine städtische Planung kommentieren, die aktuell öffentlich nicht ganz so stark diskutiert wird, dennoch langfristig eine große Wirksamkeit erreichen könnte: Die Pläne zur Umgestaltung der ehem. JVA am Waageplatz. Hier hofft die Stadt auf EU-Fördermittel für ein Hostel, dass unter Beteiligung von Geflüchteten betrieben werden soll. Zusätzlich soll in dem Gebäude Platz für Kulturveranstaltungen und soziale Beratungsangebote geschaffen und dabei die AnwohnerInnen bei den Planungen beteiligt werden. Eigentlich sind all diese formulierten Ziele zu unterstützen. Dennoch, aus stadtgeographischer Perspektive deutet vieles darauf hin, dass dies der Ausgangspunkt eine Aufwertung des Quariters sein könnte, die die Verdrängung der bisherigen BewohnerInnen zu Folge haben könnte. Weiterlesen

Nordstadt-Infoveranstaltung: zwischen BürgerInnenwünschen und städtischen Handlungsoptionen

Gestern fand eine Informationsveranstaltung zum Stand der Planungen für den Rahmenplan der Nordstadt statt. Dieser Rahmenplan ist die Voraussetzung für einen Antrag auf Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm des Landes Niedersachsen. Das Planungsbüro ASTOC stellte in der Veranstaltung seine Pläne für die Weiterentwicklung vor. Einen besonderen Fokus legte es auf die Verkehrsinfrastruktur (Fuß- und Radwege, Parken), stellte Vorschläge zur Nachverdichtung an und Ideen für einen sog. Nordstadtpark vor. Ich möchte die gemachten Vorschläge nicht im einzelnen hier diskutieren, sondern vielmehr auf zwei Punkte hinweisen. Weiterlesen

Waageplatzumgestaltung: BürgerInnenbeteiligung versus unternehmerische Stadtpolitik

Heute hat das Bürger*innenforum Waageplatz-Viertel (BWV) eine Presseerklärung veröffentlicht, in der die AnwohnerInnen kritisieren, dass „ihre Wünsche und Bedürfnisse bisher noch keine Rolle in der Entwicklung des Konzepts gespielt haben“. Sie bemängeln weiterhin, dass die Nutzung der ehemaligen JVA als Hotel nicht den Bedürfnissen im Viertel entspricht. Die Innitiative fordert daher eine wirkliche Einbeziehung in den Planungsprozess der Umgestaltung und Nutzung der ehemaligen JVA. Hier wird die Differenz zwischen der Wahrnehmung der Beteiligungsstruktur der AnwohnerInnen einerseits und den Zielsetzungen der Verwaltung andererseits ersichtlich. Weiterlesen